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Schach

schach6Der Bewerb 

Hier findest du die offizielle Einladung und das Anmeldeformular. Gespielt wird von Montag bis Freitag (sieben Turnierrunden, Blitzturniere am Dienstag und Donnerstag)

 

Kontakt

Bundesfachwart: Claus Schwarz
Tel.: 0664/53 86 749
E-Mail: claus.schwarz@aon.at

 

Infos zur Sportart

Allgemeines

Schah, für "König" - daher die stehende Metapher: "das königliche Spiel") ist ein strategisches Brettspiel, bei dem zwei Spieler abwechselnd Spielfiguren auf einem Spielbrett bewegen. Ziel des Spiels ist es, die als König bezeichnete Spielfigur des gegnerischen Spielers so anzugreifen, dass diesem keine Abwehr durch das Schlagen (Entfernen) der angreifenden Figur, durch das Schützen des Königs mit Hilfe einer eigenen Figur oder durch das Ausweichen des Königs auf ein nicht angegriffenes Feld mehr möglich ist. Eine solche Stellung wird Schachmatt genannt (vom Arabischen aš-šāh māta = der Schah ist gestorben) und bedeutet das Ende des Spiels mit dem Sieg des mattsetzenden Spielers. Dabei ist das spielerische Können der Kontrahenten maßgeblich entscheidend und nicht der Zufall.
Schach ist - gemessen an der Zahl der in Vereinen organisierten Spieler[1] und der über das Spiel veröffentlichten Literatur - vor Dame, Mühle, Halma und den vielen Pachisi-Abkömmlingen das populärste Brettspiel in Europa. Go und die dem Schach recht ähnlichen Spiele Xiangqi, Shōgi und Makruk nehmen einen ähnlichen Platz in ostasiatischen Kulturen ein.
schach4 Die Schachpartie wird auf dem quadratischen Schachbrett gespielt, das in 64 abwechselnd schwarze und weiße quadratische Felder eingeteilt ist. Auf diesen werden jeweils sechzehn schwarze und weiße Schachfiguren gezogen, von denen üblicherweise ein größerer Teil nach und nach geschlagen wird. Die Schachfiguren sind gewöhnlich aus Holz oder Kunststoff, wobei es auch dekorative Spielsets gibt, die aus Stein, Glas, Marmor oder Metall (z. B. Zinn) gefertigt sind.
Um die Erfindung des Spieles rankt sich die sogenannte "Weizenkornlegende". Der Erfinder Sissa ibn Dahir soll von seinem Herrscher gefordert haben, ihm als Lohn die 64 Felder des Spielbrettes auf folgende Weise mit Weizenkörnern zu füllen: auf das erste Feld ein Weizenkorn und bei jedem weiteren Feld doppelt so viele wie auf dem Feld davor, also auf das zweite zwei Körner, auf das dritte vier Körner, auf das vierte acht usw. Der Herrscher wunderte sich über die Bescheidenheit der Bitte. Das wären aber insgesamt über 18 Trillionen Weizenkörner gewesen, und sämtliche Welternten seit Beginn des Weizenanbaus zusammen hätten dazu nicht ausgereicht. Die Legende verdeutlicht die Unfähigkeit des menschlichen Gehirns, das Wachstum von Exponentialfunktionen richtig einzuschätzen.
Schach ist eines der komplexesten Brettspiele. Die Zahl der theoretisch möglichen Stellungen wird auf 2,28 • 1046 geschätzt. Bereits nach zwei Zügen können 72.084 verschiedene Stellungen entstehen. Die Zahl der möglichen Spielverläufe ist noch einmal um ein Vielfaches größer: Unter Zugrundelegung einer durchschnittlichen Partielänge von 40 Zügen und einer durchschnittlichen Anzahl möglicher Züge von 30 Möglichkeiten pro Stellung werden für die Höchstzahl verschiedener Partien Werte zwischen 10115 und 10120 angegeben.
schach51 In der Spieltheorie wird Schach den endlichen Nullsummenspielen mit vollständiger Information zugeordnet. Theoretisch könnte man also ermitteln, ob bei beiderseits perfektem Spiel Weiß oder Schwarz gewinnt oder die Partie remis enden muss. Nach heutigem Wissensstand erscheint es jedoch ausgeschlossen, dass diese Frage durch vollständige Berechnung des Suchbaums geklärt werden kann. Ergebnisse für Materialverteilungen mit sechs und teilweise bis zu sieben Steinen sind jedoch bereits berechnet worden und in Endspieldatenbanken (sogenannten Tablebases) verfügbar.
In der Schachwelt besteht allgemein Einigkeit darüber, dass Weiß, welcher zuerst zieht, einen Vorteil hat (Anzugsvorteil), da ein Tempovorteil bei der Entwicklung der Figuren besteht, und Weiß mit seinem ersten Zug der Partie bereits ein gewisses Gepräge geben kann. Dieser Vorteil zeigt sich auch am Ergebnis der Partien - Weiß gewinnt häufiger als Schwarz. Statistisch gesehen gewinnt Weiß etwa 54 Prozent der möglichen Punkte. Dieser Wert lässt sich durch Auswertung von Schachdatenbanken, die eine große Anzahl von Partien enthalten, bestätigen. Demnach enden 38 Prozent der Partien mit einem weißen Sieg, 32 Prozent mit einem Remis und 30 Prozent mit einem Sieg von Schwarz. Bei Partien auf Großmeisterniveau steigt der Anteil der Remispartien deutlich an, der Erwartungswert für Weiß bleibt aber fast gleich. Diese Zahlen unterliegen zwar einer kognitiven Verzerrung, da viele Spieler, die den Anzugsvorteil als signifikant einschätzen, oft mit Weiß auf Gewinn und mit Schwarz auf Remis spielen. Jedoch hatten auch jene Spieler, die mit Schwarz scharf auf Gewinn zu spielen pflegten (wie etwa Bobby Fischer oder Bent Larsen), mit Weiß eine signifikant bessere Bilanz.

schach31 Geschichte

Die Vorläufer des modernen Schachspiels entstanden vermutlich durch den Kulturkontakt Indien/China, als ein ursprünglich chinesisches Spiel, dessen andere Traditionslinie im chinesischen Schach, dem Xiangqi mündete, auf das in Indien übliche 8x8-Brett übertragen wurde. Über Persien und nach dessen Eroberung durch die Araber infolge der Islamischen Expansion wurde das Schachspiel weiter verbreitet. Im 15. Jahrhundert kam es zu einer großen Reform der Spielregeln. In den folgenden Jahrhunderten trugen vor allem europäische Schachmeister zur Erforschung des Spiels bei. Mit dem Turnier in London 1851 begann die Geschichte der modernen Schachturniere. Der Wettkampf zwischen den damals besten Spielern Wilhelm Steinitz und Johannes Zukertort im Jahr 1886 wird als erste Schachweltmeisterschaft angesehen. Doch erst im Jahr 1924 wurde in Paris der Weltschachbund FIDE gegründet, der seit 1948 die Schachweltmeisterschaften ausrichtet und Turnierregeln festlegt.

Die moderne Schachwelt

Der internationale Dachverband der Schachspieler ist die FIDE (Fédération Internationale des Échecs). Die FIDE vergibt nach klar definierten Anforderungen folgende Titel auf Lebenszeit: Candidate Master (CM), FIDE-Meister (FM), Internationaler Meister (IM) und Großmeister (GM). Es gibt eigene Titel für Frauen: WCM (Woman Candidate Master), WFM (Woman FIDE Master), WIM (Woman International Master) und WGM (Woman Grand Master).
Die Spielstärke der Spieler wird nach dem von Professor Arpad Elo in den 1960er Jahren entwickelten Wertungssystem, der sogenannten Elo-Zahl, ermittelt. Diese Wertungszahl beruht auf den Methoden der Statistik und der Wahrscheinlichkeitstheorie.

Computerschach

Die speziell entwickelte Schachmaschine Deep Blue von IBM schlug 1997 in einem Wettkampf über sechs Partien mit Turnierbedenkzeit sogar den damaligen Schachweltmeister Kasparow. Inzwischen trainieren viele Großmeister mit Hilfe von Computern spezielles Anticomputerschach. Es zeichnet sich allerdings ab, dass der Mensch langfristig gegen die stetig anwachsende Rechenkraft der Computer nicht bestehen kann. Da das Schachspiel in der westlichen Welt eine tiefe kulturelle Bedeutung erlangt hat und das Beherrschen des Spiels mit Fantasie und Intelligenz assoziiert wird, hat der Siegeszug des Computers in dieser Sportart eine spürbare psychologische Wirkung.
 



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