Schwimmen

[image:swim4]Der Bewerb 

Hier findest du die offizielle Einladung [http://www.jugendspiele.at/files/doc/PDFs/Downloads/2.--offiz--Einladung-Schwimmen.pdf] und das Anmeldeformular [http://www.jugendspiele.at/files/doc/PDFs/Downloads/2.-Nennformular-Schwimmen.xls]. Die Wettkämpfe finden am Dienstag, 14. Juli, von 9 bis 17 Uhr statt.

 

Kontakt

Bundesfachwart: Helmut Gruber
Tel.: 0664/979 24 77
E-Mail: margit.gruber2@chello.at [mailto:margit.gruber2@chello.at]

 

Herbert Herwig
Tel: 0676/610 59 84
E-Mail: herbert.herwig@aon.at [mailto:herbert.herwig@aon.at]

 

Infos zur Sportart

Allgemeines 

Schwimmsport bezeichnet die Ausübung des Schwimmens als sportliche Disziplin. In seiner Grundform wird der Schwimmsport als Wettkampf mehrerer Teilnehmer gegeneinander um die Bewältigung einer vorgegebenen Schwimmstrecke in kürzestmöglicher Zeit ausgetragen, oder auch ohne Zeitdruck zur Verbesserung des eigenen Schwimmstils.

Geschichte des Schwimmsports

Zahlreiche Forscher haben sich in der Vergangenheit mit der Frage nach der Entwicklung der modernen Schwimmtechniken auseinandergesetzt. Bereits 1798 brachte Johann Christoph Friedrich GutsMuths sein Schwimmkunst-Buch heraus, das dann als wegweisend für die späteren Versuche der Hallenser Halloren (Salzwirker) angesehen werden kann, das Schwimmenlernen zu methodisieren. Da die Halloren festgestellt hatten, dass man in der stark salzhaltigen Sole leichter schwimmen konnte, war der Weg zur technisch umsetzbaren Motorik der im Schwimmbuch sehr schematisch beschriebenen Bewegungen geebnet. Die gliederpuppenhaften Bewegungen, die GutsMuths darstellte, waren ihrer Ausprägung nach kaum geeignet einen brauchbaren Schwimmstil zu entwickeln.Das moderne Wettkampfschwimmen entwickelte sich um 1837 in den Hallenbädern Londons. Geschwommen wurde entweder Brust- oder Seitenschwimmen. [image:swim1]Im Jahr 1895 schwamm der Engländer J. H. Thayers im Seitenstil die 100 Yards in 1:02,50 Minuten (die entsprechende 100-m-Zeit wäre 1:08,38 Minuten). Bis in die 1950er Jahre war das Brustschwimmen, das meist als erste Technik erlernt wird, die einzige Schwimmart, für die genaue Regeln festgelegt waren.

John Trudgen entwickelte 1873 in England das Hand-über-Hand-Schwimmen, das daraufhin "trudgen" genannt wurde. Die Arme wurden aus dem Wasser nach vorne geführt, ähnlich wie beim Seitenschwimmen, nur wechselte man stets von einer auf die andere Seite und führte zusätzliche Scherenbeinschläge aus. Der australische Schwimmer Frederick Lane "trudgte" im Jahr 1901 die 100 Yards in 1:00,0 Minuten (100 m in 1:05,64 Minuten).
Statt des unharmonischen "Trudgens" wandte der Australier Richard Cavill die flüssigere Technik der Eingeborenen der Solomoninseln an. Diese kombinierten den Kraulbeinschlag mit dem Überwasserarmzug. Cavill erreichte mit diesem "Australischer Crawl" genannten Stil 1902 über 100 Yards eine Weltrekord-Zeit von 58,4 Sekunden (100 m in 1:03,89 Minuten).
1934 fand David Armbruster, Trainer an der University of Iowa, dass beide Arme beim Brustschwimmen auch über Wasser nach vorne zurückgeführt werden konnten. Dieses "Schmettern" erhöhte die Schwimmgeschwindigkeit, kostete aber mehr Trainingsaufwand und Kondition. 1935 schwamm Jack Sieg, ebenfalls von der University of Iowa, auf der Seite, mit den Beinen wie mit einem Fischschwanz schlagend. Er konnte das schließlich auch auf dem Bauch. Armbruster und Sieg kombinierten das Schmettern der Arme und den Beinschlag und schufen damit den anfangs "Butterfly" (Schmetterling) genannten Schwimmstil. Mit zwei Beinschlägen bei jedem Armzug schwamm Sieg damals die 100 Yards in 1:00,2 (100 m in 1:05,85 Minuten). Anderen Angaben zufolge war es 1935 ein Amerikaner namens Brydenthal, der diesen Stil erstmals schwamm. Das zunächst als regelwidrig betrachtete "Schmetterlings-Brustschwimmen" wurde erst im Jahre 1953 als eigene Wettkampf-Schwimmart legalisiert.

[image:swim6]Schwimmwettkämpfe

Schwimmen gehört seit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit (1896 in Athen) zum olympischen Programm. Bei den zweiten Olympischen Spielen 1900 in Paris wurden ein Hindernisschwimmen, ein Unterwasserausdauerschwimmen und ein 4.000-m-Schwimmen veranstaltet. Bis auf das letztere (Langstreckenschwimmen) wurden diese Wettkampfformen später nicht mehr durchgeführt. Bei den Olympischen Spielen 1912 durften erstmals Frauen im Wettkampf mitschwimmen. Seit 1973 finden offizielle Schwimmweltmeisterschaften statt. Gemeinhin werden Schwimmwettkämpfe nach dem Regelwerk des internationalen Schwimmverbands FINA (Fédération Internationale de Natation Amateur) ausgetragen.
Schwimmstile
Als Schwimmstil bezeichnet man die spezielle Art oder Technik, in der geschwommen wird. Die heute bekanntesten modernen Schwimmstile sind Brustschwimmen, Kraulschwimmen, Rückenschwimmen und Schmetterlingschwimmen (Delfinschwimmen). Ältere und seltener geschwommene Stile sind das Seitenschwimmen und das "Altdeutsch-Rücken"-Schwimmen. Manchmal wird auch das Tauchen als Schwimmstil bezeichnet.

 

[image:swim7]

Geschwindigkeiten

Die folgenden Zeiten basieren auf dem aktuellen Weltrekord der Männer auf der jeweiligen 100-m-Strecke. Breitensportler sind ca. nur halb so schnell, Ungeübte können jedoch noch deutlich langsamer sein.

  • Kraul: 2,18 m/s = 7,85 km/h (Rekord über 100 m Freistil)
  • Schmetterling: 1,98 m/s = 7,14 km/h
  • Rücken: 1,89 m/s = 6,80 km/h
  • Brust: 1,69 m/s = 6,09 km/h

Schwimmen und Gesundheit

Schwimmen wird zu den gesündesten Freizeitbetätigungen gezählt und gilt auch als Sportart mit geringem Verletzungsrisiko. Durch den Auftrieb im Wasser wird der Körper unterstützt und die Belastung für die Gelenke und Knochen deutlich verringert. Dies lässt Bewegungen zu, die bei Betätigungen außerhalb des Wassers wegen der Belastungen und der Gleichgewichtshaltung unterlassen werden. Das Herz wird bei mäßiger Bewegung entlastet, da der Wasserdruck den venösen Rückstrom erleichtert. Darüber hinaus wirkt die Wassertemperatur anregend auf den Kreislauf.
Beim Schwimmen werden fast alle Muskeln beansprucht, wobei die Arme und der Oberkörper stärker trainiert werden. Allerdings hängt die Verteilung auch vom jeweiligen Schwimmstil ab. Schwimmen ist eine aerobe Tätigkeit, bei der die Muskeln konstant mit Sauerstoff versorgt werden. Schwimmen ist für Menschen in jedem Lebensalter geeignet.

Organisation des Schwimmsports

Weltweiter Dachverband für den Schwimmsport ist die Fédération Internationale de Natation Amateur (FINA), die 1908 gegründet wurde.
Die europäischen Verbände sind in der LEN (Ligue Européenne de Natation) zusammengeschlossen.