Triathlon

[image:tri6]Der Bewerb 

Hier findest du die offizielle Einladung [http://www.jugendspiele.at/files/doc/PDFs/Downloads/2.-offiz.-Einladung-Triathlon.pdf] und das Anmeldeformular [http://www.jugendspiele.at/files/doc/PDFs/Downloads/2.-Nennformular-Triathlon.xls]. Und hier geht es zu detaillieren Wettkampf-Informationen [http://www.jugendspiele.at/files/doc/PDFs/Rundeninfo-ASVOe-Spiele09.pdf].
Die Wettbewerbe werden am Dienstag, 14. Juli (10 Uhr) und Freitag, 17. Juli (10 Uhr) ausgetragen.

 

Kontakt

Dr. Peter Larcher
Tel.: 0699/105 71 415
E-Mail: larcher.p@telfs.com [mailto:larcher.p@telfs.com]

Infos zur Sportart

Allgemeine Infos

Der Triathlon ist eine Ausdauersportart, bestehend aus einem Mehrkampf der Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen mit ununterbrochener Zeitnahme.Anforderungen und Training
Der Reiz des Triathlons liegt im unmittelbaren Aufeinanderfolgen der drei unterschiedlichen Disziplinen und der damit verbundenen Umstellung der Muskulatur auf die jeweilige Disziplin. Besonders der Laufpart nach dem Radfahren ist dabei der vermeintlich schwierigste Part, da beim Laufen auf die durch das Radfahren bereits ermüdete Beinmuskulatur zurückgegriffen werden muss. Gute Triathleten zeichnen sich dadurch aus, die Übergänge zwischen den einzelnen Disziplinen so kurz wie möglich zu halten und so schnell wie möglich den Körper auf die neue Belastung einzustellen. Dazu gibt es spezielle Trainingsformen wie zum Beispiel das Koppeltraining, also die wiederholte Abfolge aus meist Radfahren und Laufen, sowie dem Wechseltraining (Wechseln der Utensilien).
Einen Triathlon zu absolvieren stellt für viele Breitensportler eine große Herausforderung dar und kann durchaus mit einer erfolgreichen Teilnahme an einem Marathon verglichen werden. Ohne ein kontinuierliches Training aller drei Disziplinen und ein zielgerichtetes Arbeiten an der persönlichen Ausdauer ist die Bewältigung eines Triathlons schwierig und eventuell auch gesundheitsgefährdend. Ähnlich dem Trainieren für einen Marathon stellt genau dieses Training auf einen Triathlon und das anschließende Ankommen im Ziel den Reiz für den Einsteigertriathleten und den Fortgeschrittenen dar.

[image:tri5]

Geschichte

Erfunden wurde der Triathlon um 1920 in Frankreich. "L'Auto" berichtet, dass seit 1920 jährlich ein Rennen, genannt "Les Trois Sports" stattfand. Das Event fand bei Joinville le Pont, in Meulan und Poissy statt und bestand aus einem 3-km-Lauf, 12-km-Radwettbewerb und der Überquerung des Flusses Marne. Es wurde auch unter den Namen "La Course des Débrouillards" und "La course des Touche à Tout" geführt. Als Hobby-Event verbleibt es aber in Anonymität, obwohl immer wieder Rennen bekannt werden, wie etwa Marseille (1927). Die drei Disziplinen wurden hintereinander ohne Pause absolviert. 1934 gab es in Rochelle eine Ausgabe von "Les Trois Sports", mit einer Kanalquerung (ca. 200 m), einem 10-km-Radwettbewerb im Hafen von Rochelle und im Park Laleu und einem abschließenden 1200-m-Lauf im Stadion André-Barbeau. Aus dieser Zeit stammt die Lizenz (Austellungsjahr 1927) für Monsieur Rene Taqué aus Perpignan. Dann wurde es wieder still um den modernen Multisport, bis er in Amerika erneut erwachte.
Mitte der 70er Jahre wurde der Ausdauerdreikampf erneut "erfunden". Die beiden Amerikaner Jack Johnstone und Don Shanahan organisierten am 25. September 1974 in San Diego, Kalifornien, den ersten auch so genannten Triathlon. Das kleine Rennen mit 46 Teilnehmern ging über 6 Meilen Laufen (ca. 10 km), 5 Meilen Radfahren (ca. 8 km) und 500 Yards Schwimmen (ca. 0,5 km) und trug den Namen Mission Bay Triathlon. Namensgeber war die vor San Diego gelegene Lagune. Einer der Teilnehmer war der später auf Hawaii stationierte Marine-Offizier John Collins, später einer der Initiatoren des ersten Hawaii-Ironmans 1978. Dort findet heute noch der bekannteste und spektakulärste Wettkampf, der Ironman Hawaii statt. Für diesen Wettkampf muss man sich seit 1988 bei einem der weltweit stattfindenden, als Ironman lizenzierten Wettbewerbe durch eine schnelle Gesamtzeit in seiner Alterklasse qualifizieren. Der Ironman auf Hawaii gilt mittlerweile als die offizielle Weltmeisterschaft im Triathlon, von der Internationalen Triathlon Union akzeptiert.

Distanzen[image:tri4]

  • Ironman bzw. Langdistanz - 3,8 km (2,4 stat.mi) 180 km (112 stat.mi) 42,195 km - Ursprüngliche Distanz, die auch in der Ironman-Serie bestritten wird
  • Alte ITU-Langdistanz - 4 km 120 km 30 km - Langdistanz der ITU bis September 2006
  • ITU-Langdistanz - (alte ITU-Mitteldistanz) 3 km 80 km 20 km Langdistanz der ITU, nach Beschluss ITU vom September 2006
  • Half-Ironman (70.3) - 1,9 km (1,2 stat.mi) 90 km (56 stat.mi) 21,1 km - Halbe Ironmandistanz (ab 2006 als Ironman 70.3 Serie veranstaltet)
  • Mitteldistanz - 2 km 80 km 20 km - Normale Mitteldistanz
  • Kurzdistanz/olympische Distanz - 1,5 km 40 km 10 km - Bei nationalen Meisterschaften und internationalen Rennen ist das Windschattenfahren auf der Radstrecke in der Regel freigegeben.
  • Sprintdistanz, bzw. Volksdistanz, auch Jedermann-Triathlon genannt 0,5 / 0,75 km 20 km 5 km für Sportler mit, bzw. ohne DTU-Lizenz (sog. Startpass)

Olympia

Seit dem Jahr 2000 gehört der Triathlon zum Programm der Olympischen Spiele. Dabei wird die Kurzdistanz über 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad fahren und 10 km Laufen absolviert. Die hohe Leistungsdichte erforderte eine Freigabe des ansonsten gegebenen Windschattenfahrverbots. Erste Olympiasieger wurden der Kanadier Simon Whitfield und die Schweizerin Brigitte McMahon. Der Deutsche Stephan Vuckovic aus Reutlingen errang in Sydney 2000 überraschend die Silbermedaille. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen gewannen Hamish Carter aus Neuseeland und die Österreicherin Kate Allen.

Material

Durch den jungen und neuen Charakter der Sportart zeigte sich von Beginn an ein aufgeschlossener Umgang mit Neuerungen in der Materialentwicklung:

  • Schwimmen: Der ursprünglich aus Gründen des Kälteschutzes getragene Neoprenanzug entwickelte sich zunehmend zu einem die Leistung positiv beeinflussenden Sportgerät. Vor allem Elastizität, Auftrieb und Reduzierung des Wasserwiderstandes haben heute bei der Entwicklung oberste Priorität. Gerade etwas schwächere Schwimmer profitieren von der Unterstützung durch das Material.
  • Radfahren: Durch das Verbot des Windschattenfahrens stellt der Wettkampfteil auf dem Rad besondere Ansprüche an das Material. Die Fahrräder sind ähnlich den UCI konformen Zeitfahrrädern des Straßenradsport konzipiert. Aerodynamik zum einen und Ergonomie für Radstrecken bis 180 km zum anderen, spielen dabei die entscheidende Rolle. Heute heißt das: Carbon-Rahmen mit aerodynamischen Rohren und angepassten Geometrien, speichenreduzierte Hochprofilfelgen, z.T. auch mit Scheiben-Hinterrad kombiniert, Liegelenker, spezielle Trinkflaschenhalter und weitere Details. Kombiniert mit Zeitfahrhelmen wird so versucht am aerodynamischen Optimum zu arbeiten, wodurch Zeitgewinne gegenüber klassischem Material von mehreren Minuten, je nach Streckenlänge, möglich sind. Der erstmals von Greg LeMond bei einer Tour de France gefahrene Aero-Lenker entstammte der Triathlon-Szene.

[image:tri1]

Extrem-Varianten

Die Suche nach Grenzen ist es wohl, die zu immer drastischeren Varianten des Triathlon führt. Die Distanzen des Ironman zu verdoppeln oder zu verdreifachen (sogenannten Ultratriathlons) war nur der Anfang dieser Ausuferung. Der längste Triathlon bislang war ein in Mexiko ausgetragener, sogenannter Double-Deca - also ein Wettkampf über die zwanzigfache Hawaii-Distanz: 76 km Schwimmen, 3600 km Radfahren, 840 km Laufen.Die Distanzen werden in der ursprünglichen Reihenfolge am Stück, eventuell unterbrochen durch kurze Pause, bei denen aber die Zeitnahme nicht angehalten wird, absolviert. Vom 6. bis 16. November 2006 wurden in Mexiko erstmalig an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen jeden Tag ein Ironman absolviert. Der Extremwettbewerb galt als Experiment und nur 9 von 19 Athleten absolvierten tatsächlich 10 Ironmans an 10 aufeinanderfolgenden Tagen.